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Blick aus dem Cockpit in knapp 10000ft Höhe.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Information über die Fliegerei und reichhaltige visuelle Eindrücke aus der Vogelperspektive.
Der Entschluss mich selber in einem Cockpit zurechtzufinden ergab sich bei mir sehr spontan. Im Sommer 2003 cruiste ich mit meinem Motorrad durch's Trierer Land und entschied mich, am Flugplatz Trier-Föhren einen Kaffee zu trinken. Als kleiner Junge faszinierte mich schon die Möglichkeit in die Lüfte zu steigen und genau so fasziniert, saß ich dann mit einem Käffchen am Flugplatz und beobachtet die startenden und landenden Flugzeuge. Nach kurzer Zeit gesellte sich ein Herr neben mir und wir kamen ins Gespräch. Schnell stellte sich sein umfangreiches fliegerisches Fachwissen heraus und mein Verdacht bestätigte sich, er war Fluglehrer und stand sogar für Rundflüge zur Verfügung.

Auf dem Rollweg.

Ich löcherte ihn mit meinen Fragen und er hatte zu allem eine plausible Erklärung, mein gewonnenes Vertrauen und die Begeisterung über seine Ausführungen ließen mich die entscheidende Frage stellen, „Können wir Fliegen?“. Er nickte, nahm den letzten Schluck Kaffee und stand auf – ohje, jetzt wird es ernst. Nach einer kurzen Einweisung in die Ruder- und Steuerelemente saß ich mit schlotternden Knien im Cockpit auf dem Pilotensitz. Er startete den Motor, der Propeller zog schon gierig am Flugzeug und wir rollten über den Rollweg zum Rollhalt der Piste 04 in Trier-Föhren. Die vielen parallelen Tätigkeiten am Boden, wie dosiert Gas geben, Funken, mit dem Höhenruder das Bugrad entlasten, mit den Füßen das Flugzeug am Boden zu steuern, den Verkehr zu beobachten, die Motordaten zu überwachen und Landeklappen zu setzen, überforderten mich schon beim Zusehen.

Beim Start.

Nachdem der Motor auf Temperatur war, rollten wir nach einem für mich unverständlichen Funkspruch auf die Piste und mein Herz schlug merklich höher. Ich blickte geradeaus über die komplette Piste, der Fluglehrer schob den Gashebel nach vorne, es drückte mich in den Sitz und es wurde trotz Kopfhörer, deutlich lauter. Nach gefühlten 200 km/h, es waren jedoch nur 70, hob der Flieger langsam ab – ein unbeschreibliches Gefühl! Der Flieger stieg und stieg, alles wurde viel kleiner, die Sicht war überragend und mich durchströmte ein außerordentliches Glücksgefühl. Als wir die Reisehöhe erreichten wurde die Motorleistung gedrosselt und somit wurde es auch deutlich leiser und angenehmer. Der Fluglehrer zeigte auf den Steuerknüppel und sagte, „auch mal“? – mich durchströmte ein Schauern, verdammt, er meint es ernst.

Cockpit

Ich nahm den Steuerknüppel und durfte erfahren, wie das Flugzeug auf meine sensiblen Bewegungen reagierte. Ich war hochkonzentriert und bekam als Aufgabe, das Flugzeug unabhängig von der Richtung, einfach mal auf einer Höhe zu halten. Ich bediente im Prinzip nur das Höhenruder und meine Augen wechselten nur vom Horizont zum Höhenmesser und umgekehrt, trotzdem musste ich ständig korrigieren. Der Fluglehrer kümmerte sich um alle anderen Steuerelemente denn zeitweise hingen wir deutlich schief in der Luft, egal, Höhe halten hatte ich im Kopf. Ich hatte nicht die geringste Ahnung wo wir uns gerade befinden, er übernahm kurz das Steuer und flog eine Kurve, die Schräglage kannte ich vom Motorrad, allerdings so in den Sitz gedrückt zu werden, war mir neu.

Endanflug

Wir waren angeblich wieder auf Kurs Richtung Föhren, ein guter Moment ihm das Steuer zu überlassen und selber mal einen Blick auf die schöne Landschaft zu werfen. Nun stellte ich mir die Frage, wie soll man denn jetzt noch parallel das Seiten- und Querruder bedienen, Navigieren, Funken, Gas dosieren, Klappen bedienen, Luftraum beobachten und evtl. auch die schöne Aussicht genießen. Wir begaben uns in den Landeanflug und steuerten direkt auf die Piste zu, er stellte den Flieger in den Wind und ich hatte den Eindruck, dass wir schief fliegen, optisch war es auch so, denn kurz vor dem Aufsetzen wurde der Flieger ausgerichtet und das Fahrwerk berührte samtweich den Asphalt. Wir rollten zur Parkposition und stiegen aus, ich war klitschnass geschwitzt und meine Grinsen konnte mir keiner nehmen, zu dem Zeitpunkt stand fest, das muss ich lernen…….